Die ersten Schritte für komplette Umstrukturierung der schon vorhandenen Musikabteilung der Volkshochschule Hallbergmoos-Goldach, für Entfaltung und Vertiefung verschiedener Berieche unserer Musikschule wurden von meiner Vorläuferin, der wunderbaren Flötistin und Pädagogin Agnés Blanche Marc vor 5 Jahren unternommen. Ihr erfolgreicher Kurs wurde von mir in letzten 4 Jahren fortgesetzt und erweitert. Wir sind besonders stolz darauf, dass wir
erstklassige Musiker als Dozenten für die Musikabteilung gewinnen konnten. Bei vielen Aufgaben an unsere Schule steht aber ihre erfolgreiche Konzerttätigkeit nie zurück, wie viele Aufführungen sowohl in Deutschland als auch im Ausland beweisen.
Unsere Schule genießt volle Unterstützung des Gemeinderats und des Bürgermeisters Herrn Klaus Stallmeister. Es wurden nicht nur Musikinstrumente für unsere Schüler gekauft, als auch der Yamaha-Flügel und das Cembalo für unseren schönen Konzertsaal, ehemaligen Sitzungssaal des Alten Rathauses.
Konzertreihe "erstKlassiK - Tage der klassischen Musik in Hallbergmoos", an der sowohl Dozenten unserer Musikschule, als auch renommierte eigeladene Musiker teilnehmen, startet dieses Jahr. Das 1. Konzert mit dem Programm "Sax at the opera" von dem SAX ALLEMANDE TRIO findet am 30. Mai 2008, das 2. Konzert mit dem Trio N. Raithel - D. Grigorian - V. Genin findet am 26. Oktober 2008 statt.
Die Zahl der Schüler wächst Jahr für Jahr und beträgt zurzeit mehr als 160 Kinder. Bei uns wurde das unterrichten des Keyboards vor 4 Jahren komplett abgeschafft! Besonderen Wert legen wir auf Kammermusik und ständige Konzertauftritte von Schülern. Außer individuellen Unterricht bieten wir unseren Schülern viele andere Möglichkeiten an. Als Leiter bin ich Zuständig für die Vorbereitung der großen Konzerten. Außerdem erteile ich Förderungsunterricht Klavier, Kammerensemble, Orchester und biete Kurse für Musitheorie und Gehörbildung an.
Komplette BROSCHÜRE
mit genauer Beschreibung und Information über alle Dozenten und Kurse
PRESSESTIMMEN 1 2

U N S E R E Z I E L E
Die Beschäftigung mit Musik kann viel mehr im Leben des Kindes positiv bewirken, als allgemein vermutet wird. Musik ist kein bloßer Zeitvertreib, man soll sich mit Musik nicht etwa deshalb beschäftigen, „weil es sich so heutzutage in guter Gesellschaft gehört“: solche Einstellung schafft die wichtigen Voraussetzungen für den erfolgreichen Unterricht nicht.
Die Bedeutung der Musikausbildung darf nicht unterschätzt werden! Nebenher entwickeln sich bei dem Musikunterricht viele andere Fähigkeiten und nicht nur selbstverständliche, so wie Aufmerksamkeit, schnelle Reaktion, Konzentrationsvermögen, und Beobachtungsgabe. Die feinste Bewegung unserer Finger ist überhaupt eine der wichtigsten Voraussetzungen genügender Entwicklung des Gehirns. Wenn zwei Hände absolut unterschiedliche Bewegungen tun sollen, entwickelt sich starke Unabhängigkeit verschiedener Zentren und Vermögen unseres Gehirns, das dann gleichzeitig verschiedene Aufgaben ausführen kann. Deshalb ist es kein Wunder, dass die Kinder, die ein Instrument spielen, viel höhere Leistung bei den anderen Fächern zeigen, was vielmals in experimentellen Studien bestätigt und wissenschaftlichen Artikeln beschrieben wurde. Musikalische Ausbildung ist keine unnötige zusätzliche Belastung - Musikunterricht und Musik selbst sind der kürzeste Weg zu der echten Förderung des Mitempfindens und der emotionalen Feinfühligkeit, der Intelligenz und aller kreativen Fähigkeiten unseres Nachwuchses. Musikunterricht ist eine genauso wichtige Tätigkeit des Kindes wie die allgemeine Schule, eine genauso ernsthafte – nicht weil wir keinen Spaß verstehen, sondern weil nur so etwas erreicht werden kann.
Das Handwerk beim Musikunterricht soll vom Anfang an ganz richtig und professionell beigebracht werden, auch wenn das Kind keine professionelle Laufbahn als Musiker anstrebt. Von dem Kind fordert Musikunterricht viel Anstrengung. Wenn dabei aber keine echte Freude gebracht wird, ist das Kind für die wahre Welt der Kunst verloren. Die echte Freude beim Musizieren kann uns aber nur dann in ihren Besitz nehmen, wenn wir völlig frei - körperlich und geistig - sind. Wenn zu hohem Ziel die Entdeckung der großen Welt der Musik selbst wird, bedeutet das gleichzeitig auch Selbstentdeckung. Gibt es eine größere Freude? Also geht es nicht nur um das Erlernen der Noten, um die Fingerfertigkeit und Schnelligkeit, sondern eher darum, wie viel Neues während des Lernprozesses wir - Lehrer und Schüler gemeinsam - in uns selbst entdecken können, wie tief wir unsere eigene Fähigkeiten dadurch erforschen und entwickeln können, wie stark wir das hochgeistige von den Genien geschaffene Werk erleben und dadurch uns seelisch reicher, freier und unabhängiger, toleranter und flexibler, munterer und mutiger, selbstbewusster und würdiger fühlen können, was wir dann in unserem Leben bewahren und immer wieder verteidigen sollen. Uns geht es nicht darum, den Schüler so zu trainieren, dass er irgendwelche Kunststücke vorführen kann, die das Publikum und die Eltern bestaunen, sondern es geht uns um die ganzheitliche Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes.
Vladimir Genin, Leiter der Musikabteilung